Maxwell Alves de Oliveira

Instrumentist, Sänger, Komponist, Produzent

Brasilianer, geboren in Governador Valadares, Minas Gerais. Beeinflusst durch seinen Cousin sowie seinen Vater, begann er Gitarre zu spielen. Kurz darauf begann sein Unterricht in Pop-Gitarre bei Geraldo Loyola und später in Konzertgitarre bei Luis Millet. 

Von 1998 bis 2000 studierte er in der UEMG in den Gitarrenklassen von Helder Rocha und Rogério Bianchi. 

Von 2000 bis 2005 führte er seine Studien in der UFMG in der Gitarrenklasse von Fernando Araújo fort. Daneben nahm er zudem Unterricht bei Flávio Barbeitas und Fábio Adour. 

2003 gewann er den 1. Preis beim bundesweiten Gitarrenwettbewerb Souza Lima in São Paulo. Siegerprämie war unter anderem, ein Solokonzert im MASP (Kunstmuseum von São Paulo) spielen zu dürfen, organisiert vom Gitarrenmeister Henrique Pinto. 

Von 2005 bis 2007 folgte ein Musikstudium auf Lehramt an der UFMG. 

Ende 2007 folgt der Umzug nach Deutschland. 2010 erlangte er seinen Masterabschluss in Klassischer Gitarre an der Musikhochschule Köln in der Klasse von Hubert Käppel. 

Maxwell Oliveira nimmt seit mehr als 19 Jahren Gesangsunterricht. In Brasilien erfolgte dies durch regelmässigen Unterricht bei Mônica Pedrosa (BH-UFMG) und in Deutschland bei Egon Dämmer. Daneben nahm er Privatstunden und besuchte Kurse von weiteren bedeutenden Gesangslehrer_innen. 

Seine professionellen Tätigkeiten als Musiker sind: Live Musik, Recording, Arrangieren, Komposition, Einzelunterricht, Gruppenunterricht und Workshops.

2015 nahm er sein erstes Album selbst auf und produzierte es zudem selbst: „The Brazilian Groove“. Das Album besteht ausschließlich aus brasilianischer Musik. Es sind insgesamt 10 interpretierte und arrangierte Lieder sowie eine Eigenkomposition („No teatro do amor“,  dt. „Im Theater der Liebe“). Das Album „The Brazilian Groove“ initiierte insofern einen Wendpunkt in seiner musikalischen Karriere, als er fortan seinen Fokus überwiegend auf die Kompostition eigener Lieder in brasilianischer Sprache lenkte. 

Sein neues Album bezeugt diese Neufokussierung. Das 2018 erscheinende Album „Água sangue da terra“ („Wasser, Blut der Erde“) stellte eine große Herausforderung für den Künstler dar: 100% Eigenkompositionen sowie Arrangements für ein Streicherquartett und ein Bläsertrio. Das Album präsentiert verschiedene Strömungen brasilianischer Musik: vom Genre Choro „O voo da abelha“ (dt. „Der Flug der Biene“), über den Baião „Baião Sintético“ (dt. „Plastik-Baião“), bis hin zu dem Bossa Nova „Ketu Ijexá“, der viele brasilianische Wörter afrikanischer Herkunft verwendet. Die Stücke behandeln sehr unterschiedliche Themen, einige sind besonders hinterfragend: „Água sangue da terra“ besingt die Bedeutung der Umwelt, die Suche nach Frieden in der Welt behandelt der Titel „Encontrar a paz“ (dt. „Den Frieden finden“). Andere Stücke reflektieren alltägliche Themen: Romantik in „Amor não correspondido“ (dt. „Unerwiderte Liebe“), oder Spaß, wie „Samba do Celular“ (dt. „Handy-Samba“). Es ist also eine Platte mit einer breiten Vielfalt von Gefühlen und Themen.